Das Hamsterrad im Turbokapitalismus

Ist das wirklich nötig, dass so viele Leute sich todrackern und dafür oft zu wenig Geld bekommen? Also am Geld kanns ja nicht liegen. Es gibt so wahnsinnig reiche Leute. Es ist genug Geld da. Fragt euch doch mal wer davon profitiert, wenn ihr euch mindestens acht Stunden am Tag fünf bis sechs Tage die Woche abrackert.

Der gemeine Arbeiter ist es jedenfalls nicht. Eigentlich hauptsächlich nur die Eigentümer der Firmen. Da gibt es Leute, die verdienen Millionen und teils sogar Milliarden damit, andere Leute für sich schuften zu lassen und das Ganze dann nur zu verwalten.

Find ich jetzt mal nicht so direkt fair.

Ich wette, es würde auch anders gehen. Zum Beispiel mit einer 30-Stunden-Woche aber vollem Lohn. Gut, dann müssten mehr Leute arbeiten um alles zu erledigen, aber genug Menschen ohne gute Arbeit gibt es ja. Und natürlich wäre das teurer für die Bosse, deswegen vermutlich nicht gewollt. Allerdings könnte auch die Effektivität der Arbeitenden steigen, was widerum zu mehr Gewinn führen würde. Also vielleicht doch gut für die Bosse? Es gibt Studien, die sagen, dass das klappt…

Und ein Grundeinkommen für alle, die nicht so viel verdienen. Das muss eigentlich auch wirklich mal her. Aber das wird ja auch nicht gewollt. Die Leute könnten dann ja mit weniger Arbeit auskommen und tatsächlich auch mal das Leben genießen, da sie ein annehmbares Auskommen hätten.

Dass viele Leute kaputt gehen bei den derzeitigen Verhältnissen scheint denen da oben völlig egal zu sein. Und von Leben genießen kann ja wohl bei vielen auch nicht die Rede sein. Kaputte Menschen allerdings belasten die Krankenkassen und somit uns alle…

Es ist schon irgendwie ne gewaltige Ironie, wenn die großen Konzerne drohen und das teils auch machen, Beschäftigte zu entlassen, wegen der bisher ja nur winzigen Änderungen an den Vorgaben für die Wirtschaft. In diesen Unternehmen steckt so viel Geld, die könnten vermutlich doppelt so viele Leute ein ganzes Jahrzehnt bezahlen, ohne dass da auch nur einer irgendwie Gewinn erwirtschaften müsste.

Aber dann müssten die da oben ja was von ihrem Reichtum abgeben – uuuuuhhhh, jetzt hab ich das böse Wort gesagt. Abgeben, teilen, nicht ganz so gierig sein – uuuuuuuhhhh, ich bin so böse 😉.

Mal ganz ehrlich: Brauchen wir dieses Hamsterrad namens Vollzeitbeschäftigung? Eigentlich nicht, oder? Wie schön könnte das Leben für so viele mehr sein, wenn wir daran mal was ändern würden.

Ich mein, wenn einem das Arbeiten Spaß macht und er Vollzeit arbeiten will, soll er das dürfen. Aber dieser Zwang, dass Leute malochen bis zum abwinken, da sonst das Geld nicht reicht um ordentlich zu leben, ist unmenschlich.

Wegen mir können die Reichen ja ihr Geld behalten. Aber wie wäre es denn mit einer gerechteren Verteilung der Gewinne so ab jetzt? Derzeit ist es ja so, dass die Armen arm bleiben oder noch ärmer werden und die Reichen signifikant immer reicher werden. Muss das sein? Wozu?